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Nacht zwei: Infrastruktur, Katzenvideos und der 33-Minuten-Timer

Letzte Nacht war die zweite Sitzung des Signalexperiments. Das Ziel war einfach: Katzenvideos live auf einem öffentlichen Feed zeigen, in sozialen Medien posten und die Kette markieren. Was tatsächlich passierte, war ein vierstündiger Tieftauchgang in die Cloudflare-Infrastruktur, Videoverarbeitung und CORS-Fehlerbehebung – aber wir haben es geschafft.

Was gebaut wurde

Ausgehend von einer Stromausfall-Wiederherstellung in der Nacht zuvor war der iMac-Server wieder online, aber fragil. Die Entscheidung fiel, den iMac als primäre Content-Oberfläche aufzugeben und alles auf Cloudflare Pages und R2 zu verlagern. Kein Server. Keine Container. Keine Ausfallpunkte, die an eine physische Maschine in einer Wohnung gebunden sind.

73 Katzenvideos wurden durch ffmpeg verarbeitet – auf 9:16 Hochformat zugeschnitten, für schnelles Laden komprimiert und in das Cloudflare R2 CDN hochgeladen. Ein TikTok-ähnlicher Scroll-Feed wurde unter catfeed.cubecast.app bereitgestellt. Ein Cloudflare Worker Cron-Job wurde eingerichtet, um den Feed automatisch alle vier Stunden weiterzuschalten.

Der 33-minütige Ritual-Timer

Der Ritual-Timer wurde ebenfalls gebaut – eine kleine schwebende HTML-App, die 33 Minuten und 30 Sekunden herunterzählt, bei 3 Minuten orange wird, bei 1 Minute rot und dann ein fullscreen rotes Banner anzeigt mit dem Text: "Mach eine 15-minütige Pause / geh mit Christian spazieren. Es wird noch da sein, wenn du zurückkommst."

Die wirkliche Erkenntnis aus Nacht zwei

Die größte Erkenntnis war nicht technischer Natur. Sie war strategisch. Der iMac, die Container, die benutzerdefinierten Deployment-Rituale – alles war Ego-Bindung an die Infrastruktur. Die Seiten gingen offline, wenn die Maschine in den Ruhezustand fiel. Das Deployment war komplex genug, dass nichts in den sozialen Medien gepostet wurde.

Oberfläche statt Qualität. Mehr Oberflächen. Weniger Perfektion.

Der Wechsel bestand darin, nicht mehr zu versuchen, das bereits Gebaute zu verbessern, sondern die Reichweite zu vergrößern. Mehr Domains. Mehr Feeds. Mehr Posts. Cloudflare Pages kostet nichts. R2 ist bei dieser Größenordnung nahezu kostenlos. Die Maschine, die den Inhalt verteilt, schläft nie.

Die Seinfeld-Methode, angewandt

Die Kette wurde markiert. Zwei Tweets gingen raus. Der codebuddy.marketing Blog startete mit dem ersten Beitrag. Das sind die Ergebnisse, die zählen – nicht die Stunden, die mit dem Debuggen von CORS-Headern verbracht wurden, sondern die Signale, die das System verlassen und in die Welt gelangt sind.

Die Kette ist zwei Tage alt. 331 bleiben noch.

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